Tera (Otera)
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Definition
Was ein Tera ist
Ein Tera ist ein buddhistischer Tempel, ein Ort, an dem der Buddhismus in Japan praktiziert und gelehrt wird. Der Buddhismus gelangte im sechsten Jahrhundert vom asiatischen Festland nach Japan, und seither dienen die Tempel als Zentren der Verehrung, des Lernens und des Gemeinschaftslebens. Der Name eines Tempels endet häufig mit dem Schriftzeichen 寺, das entweder als «Ji» oder als «Tera» gelesen wird, wie bei Kiyomizu-dera und Senso-ji.
Was zu entdecken ist
Man betritt den Tempel gewöhnlich durch ein großes Tor, das Sanmon genannt wird. Im Inneren befindet sich die Haupthalle, das Hondo, in der der Honzon untergebracht ist, das Hauptbildnis eines Buddha oder Bodhisattva. Viele Tempel besitzen außerdem eine Pagode, ein Räuchergefäß, dessen Rauch man sich zuwehen kann, sowie eine Glocke. Statuen von Wächterfiguren flankieren häufig das Tor.
Wie er sich von einem Schrein unterscheidet
Ein Tera ist buddhistisch, während ein Jinja ein Shinto-Schrein ist, der den Kami gewidmet ist. Das deutlichste Erkennungszeichen ist das Eingangstor. Ein Schrein ist an einem Torii zu erkennen, wohingegen man einen Tempel durch ein überdachtes Sanmon-Tor betritt. Tempel beherbergen zudem buddhistische Statuen und oft auch einen Friedhof, was bei Schreinen in der Regel nicht der Fall ist. In einem Tempel legt man die Handflächen still zusammen, anstatt in die Hände zu klatschen, denn das Klatschen ist ein Shinto-Brauch.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen einem Tera und einem Jinja?
Ein Tera ist ein buddhistischer Tempel, während ein Jinja ein Shinto-Schrein ist, der den Kami gewidmet ist. Man betritt einen Tera durch ein überdachtes Tor namens Sanmon, während ein Jinja an einem Torii zu erkennen ist. Nur ein Tera beherbergt buddhistische Statuen und häufig auch einen Friedhof.
- Wie betet man in einem buddhistischen Tempel in Japan?
In einem buddhistischen Tempel wirft man eine kleine Münze ein, legt die Handflächen still zusammen und verbeugt sich, ohne in die Hände zu klatschen. Das Klatschen ist ein Shinto-Brauch, der den Schreinen vorbehalten ist und nicht für Tempel gilt.
- Warum enden viele Tempelnamen auf Dera oder Ji?
Viele Tempelnamen enden auf Dera oder Ji, weil es sich dabei um zwei Lesungen des Schriftzeichens 寺 handelt, das buddhistischer Tempel bedeutet. Kiyomizu-dera und Senso-ji sind zwei bekannte Beispiele.