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Meiji era

Historical periods

明治時代 ・ Reading: Meiji jidai

Definition

Die Ära von 1868 bis 1912, in der Japan nach dem Sturz des Shogunats mit atemberaubender Geschwindigkeit modernisiert wurde. Die Regierung ordnete die Trennung von Shinto und Buddhismus an, eine Politik namens shinbutsu bunri, die fast jeden Schrein und Tempel im Land grundlegend veränderte.

Die Trennung von Kami und Buddhas

Wenige Wochen nach der Machtübernahme im Jahr 1868 ordnete die neue Meiji-Regierung die Trennung von Shinto und Buddhismus an. Über tausend Jahre lang waren beide miteinander verwoben gewesen: Tempel standen innerhalb der Schreingelände, Kami wurden als Manifestationen der Buddhas verehrt, und dieselben Priester dienten oft beiden. Die shinbutsu bunri-Edikte lösten diese Verbindung auf, und in vielen Regionen lösten sie das haibutsu kishaku aus, eine Welle von Tempelschließungen und der Zerstörung buddhistischer Statuen und Glocken. Der Shinto wurde unter staatlicher Verwaltung neu organisiert, Schreine wurden in Rangordnungen eingeteilt und Priester zu Beamten ernannt.

Was Besucher heute sehen

Die Meiji-Neuordnung erklärt Eigenheiten, die man überall bemerkt: ein Schrein und ein Tempel nebeneinander, die einst ein einziges Gelände bildeten, Pagoden, die auf Schreingeländen fehlen, obwohl sie dort eindeutig vorhanden waren, und buddhistische Bildnisse, die jahrzehntelang verborgen waren und jetzt wieder ausgestellt werden. Der Buddhismus erholte sich und reorganisierte sich in den späteren Meiji-Jahren, während neu errichtete Schreine die kaiserliche Institution ehrten. Als die Ära zu Ende ging, wurde Meiji Jingū in Tokio gegründet, um den Kaiser selbst zu enshrinen.

Häufige Fragen

Was war shinbutsu bunri?

Die Regierungspolitik von 1868, die Shinto vom Buddhismus trennte und einem Jahrtausend gemeinsamer Verehrung ein Ende setzte. Schrein-Tempel wurden aufgeteilt, buddhistische Objekte aus Schreinen entfernt, und der Klerus musste sich für eine Rolle entscheiden.

Was war haibutsu kishaku?

Die antibuddhistische Bewegung, die auf die Trennungsedikte folgte. In manchen Domänen wurden Tempel zu Tausenden geschlossen und Statuen, Sutras und Glocken zerstört, obwohl die Intensität je nach Region sehr unterschiedlich war.

Wie wirkt sich die Meiji-Ära auf das aus, was man an Schreinen und Tempeln sieht?

Fast überall: einander zugeordnete Schreine und Tempel, die einst ein einziges Gelände bildeten, von Pagoden befreite Schreingelände sowie rekonstruierte oder verlagerte Bildnisse, die alle auf die Meiji-Trennung und ihre Nachwirkungen zurückgehen.

See also

Quellen