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Edo period

Historical periods

江戸時代 ・ Reading: Edo jidai

Definition

Die Friedensepoche von 1603 bis 1868 unter dem Tokugawa-Shogunat. Jeder Haushalt war in einem buddhistischen Tempel registriert, Pilgerreisen wurden zum beliebten Freizeitvergnügen und der Goshuin-Brauch verbreitete sich weit, weshalb viele der Tempelgebäude, die man heute besucht, aus dieser Zeit stammen.

Tempel als Teil des täglichen Lebens

Nach dem Sieg bei Sekigahara wurde Tokugawa Ieyasu 1603 Shogun, und seine Dynastie wahrte den Frieden über 250 Jahre hinweg von Edo aus, dem heutigen Tokio. Um das verborgene Christentum auszurotten, verpflichtete das Shogunat jeden Haushalt, sich bei einem buddhistischen Tempel zu registrieren, das sogenannte Terauke- oder Danka-System. Die Tempel wurden zu Standesämtern, Schulen und Bestattungsanbietern für die gesamte Bevölkerung, eine Bindung, die viele Tempelfamilien bis heute aufrechterhalten. Ieyasu selbst wurde im prunkvollen Tōshō-gū-Schrein von Nikkō vergöttlicht.

Das große Zeitalter der Pilgerreisen

Friede, gute Straßen und wachsender städtischer Wohlstand machten Pilgerreisen zum beliebtesten Reiseanlass der Epoche. Millionen von Menschen nahmen an periodischen Massenpilgerfahrten nach Ise teil, und Routen wie die 88 Tempel von Shikoku sowie die Saigoku-Route der 33 Kannon erhielten ihre populäre Form. Pilger ließen an jeder Station Sutren oder Opfergaben in Bücher eintragen, was den Nōkyō-Stempelbrauch verbreitete, der zum modernen Goshuin wurde. Unzählige Tempelhallen fielen Stadtbränden zum Opfer und wurden neu errichtet, weshalb so viel von dem, was man heute sieht, aus der Zimmermannskunst der Edo-Zeit stammt.

Häufige Fragen

Was war das Danka-System?

Die Vorschrift der Edo-Zeit, dass sich jeder Haushalt bei einem buddhistischen Tempel registrieren musste, der bescheinigte, dass seine Mitglieder keine Christen waren. Damit wurden die Tempel zu Einwohnermeldeämtern und Bestattungsanbietern Japans, eine Rolle, die viele von ihnen bis heute innehaben.

Begann der Goshuin-Brauch in der Edo-Zeit?

Seine Wurzeln sind älter und liegen in den Quittungen für dargebotene Sutren, doch der Pilgeransturm der Edo-Zeit machte das Sammeln von Stempeln in einem Nōkyōchō-Buch zu einer weit verbreiteten Sitte, dem unmittelbaren Vorläufer des modernen Goshuin-Sammelns.

Warum stammen so viele Tempelgebäude aus der Edo-Zeit?

Hölzerne Städte brannten immer wieder nieder, sodass ältere Hallen verloren gingen und in der Edo-Zeit mit wohlhabendem Mäzenatentum neu aufgebaut wurden. Die Epoche errichtete auch völlig neue Wahrzeichen, wie den spektakulären Tōshō-gū-Schreinkomplex in Nikkō.

See also

Quellen