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Azuchi-Momoyama period

Historical periods

安土桃山時代 ・ Reading: Azuchi-Momoyama jidai

Definition

Die kurze, glanzvolle Ära von 1568 bis 1600, in der die Kriegsherren Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi Japan wiedervereint haben. Ihr kühner, vergoldeter Momoyama-Stil lebt in den reich verzierten Tor-Anlagen von Tempeln und Schreinen, bemalten Wandschirmen und der Teezeremonie fort.

Wiedervereinigung durch Gewalt

Oda Nobunaga zog 1568 in Kyoto ein und machte sich daran, einem Jahrhundert des Bürgerkriegs ein Ende zu setzen, ohne bewaffneten Klöstern gegenüber Gnade walten zu lassen: 1571 brannte er den großen Tendai-Komplex von Enryaku-ji auf dem Berg Hiei nieder. Nach seinem Tod im Jahr 1582 vollendete sein General Toyotomi Hideyoshi die Wiedervereinigung, ließ Kyotos Tempel wieder aufbauen und veranstaltete spektakuläre Zeremonien. Die Ära verdankt ihren Namen Nobunagas Burg in Azuchi und Hideyoshis Burg in Momoyama.

Der Momoyama-Stil

Die Burgkultur brachte eine Kunst des Goldes und der Pracht hervor: Wände aus Blattgold mit Tigern und Kiefern bemalt sowie üppig geschnitzte, vergoldete Tore. Die schönsten erhaltenen Beispiele sind Karamon-Tore, wie jenes bei Nishi Hongan-ji in Kyoto, das so reich an Schnitzwerk ist, dass es den Beinamen "das Tor, das man bis zum Sonnenuntergang betrachten könnte" trägt. In bewusstem Gegensatz dazu vervollkommnete der Teemeister Sen no Rikyū den Wabi-cha, die strenge Teezeremonie in einer schlichten, rustikalen Hütte, und beide Extreme prägen bis heute das Erscheinungsbild japanischer Tempel und Gärten.

Häufige Fragen

Warum brannte Nobunaga den Enryaku-ji nieder?

Das Kloster auf dem Berg Hiei verfügte über Tausende von Kriegermönchen und stand auf der Seite seiner Feinde. Im Jahr 1571 zerstörte Nobunaga den gesamten Komplex; der Tempel wurde später wieder aufgebaut und ist heute UNESCO-Welterbe.

Was bedeutet der Momoyama-Stil?

Die prunkvolle Kunst der Wiedervereinigungszeit: Blattgold-Wandschirme, lebhafte Gemälde von Tieren und jahreszeitlichen Bäumen sowie reich geschnitzte, vergoldete Tore. Die ornamentalen Karamon-Tore an Kyotos Tempeln und Schreinen sind die besten erhaltenen Beispiele.

Wer war Sen no Rikyū?

Der Teemeister (1522-1591), der Nobunaga und Hideyoshi diente und den Wabi-cha, den strengen Stil der Teezeremonie, zur Vollendung brachte. Seine Ästhetik der rustikalen Schlichtheit ist bis heute ein zentrales Element der Teeräume, die in vielen Tempeln zu finden sind.

See also

Quellen