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Karamon (Chinese-style Gate)

Architecture

唐門 ・ Reading: からもん

Definition

Ein Zeremonialtor, das von einem wellenförmigen Karahafu-Giebel bekrönt wird, oft reich verziert und für geehrte Gäste oder den kaiserlichen Gebrauch vorbehalten.

Was es bedeutet

Ein Karamon ist ein Zeremonialtor, das Status und Ehre vermittelt und nicht bloß als Durchgang dient. Sein charakteristisches Merkmal ist das Karahafu, ein wellenförmiger Giebel mit einer anmutigen S-Kurven-Silhouette, die wie eine Welle oben auf- und absteigt. Trotz seines Namens, «Tor im chinesischen Stil», ist das Karahafu eine genuin japanische Entwicklung. Solche Tore waren traditionell besonderen Zwecken vorbehalten: dem Empfang kaiserlicher Boten, der Markierung des Zugangs zur Haupthalle oder der Ehrung angesehener Gäste. Sie zu durchschreiten war daher selbst ein Zeichen von Rang.

Worauf man achten sollte

Schauen Sie zuerst nach oben. Der geschwungene Karahafu-Giebel ist das sicherste Erkennungsmerkmal eines Karamon und hilft, es von einem schlichten Tor oder einem großen Romon zu unterscheiden. Viele Karamon sind reich mit Drachen, Kranichen, Pfingstrosen und anderen Glückszeichen verziert, bisweilen vergoldet oder in leuchtenden Farben bemalt. Da sie kostspielig in der Herstellung waren, finden sie sich vor allem an wohlhabenden oder hochrangigen Stätten. Ein berühmtes Beispiel ist das Karamon des Nikko Tosho-gu, bekannt für seine dichte weiße Schnitzarbeit. Wenn Sie eines entdecken, achten Sie darauf, ob es direkt der Haupthalle gegenüberliegt, denn seine Platzierung rahmt in der Regel die heiligste Achse des Geländes ein.

Häufige Fragen

Was ist ein Karamon-Tor?
Ein Karamon ist ein formelles Zeremonialtor, das von einem Karahafu gekrönt wird, dem wellenförmigen Giebel, der entlang der Dachlinie auf und ab schwingt. Obwohl der Begriff «Tor im chinesischen Stil» bedeutet, ist das Karamon eine japanische Schöpfung und markiert in der Regel den Zugang zu einer wichtigen Halle in einem Tempel, einem Schrein oder einem Palast.
Warum sind Karamon-Tore so reich verziert?
Karamon galten als Statussymbole und waren häufig für geehrte Gäste, hochrangige Priester oder kaiserliche Boten reserviert. Handwerker schmückten sie deshalb aufwendig mit Schnitzereien von Drachen, Phönixen und Blumen, die bisweilen vergoldet oder in leuchtenden Farben bemalt waren. Die reiche Ausschmückung eines Karamon zeigte an, dass das, was sich hinter dem Tor befand, von besonderer Bedeutung war.
Können Besucher ein Karamon durchschreiten?
An vielen Orten bleibt das Karamon geschlossen und ist dem zeremoniellen oder kaiserlichen Gebrauch vorbehalten, sodass Besucher durch ein nahegelegenes Seitentor eintreten. Es lohnt sich, die Beschilderung zu prüfen. Aber selbst wenn ein Karamon geschlossen ist, kann man gewöhnlich davor stehen und seinen geschnitzten Giebel aus der Nähe bewundern.

See also

Quellen