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Teien (Garden)

Architecture

庭園 ・ Reading: ていえん

Teien (Garden)
KinouyaWikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

Definition

Ein gestalteter Tempel- oder Schreinsgarten zur Kontemplation, in dem Steine, Wasser und Pflanzen zu einem miniaturhaften Landschaftsbild arrangiert werden.

Ein Teien (庭園) ist ein Garten, der als Teil eines Tempels oder Schreins angelegt wurde. Steine, Wasser und Bepflanzung fügen sich dabei zu einer Szene zusammen, die zur Betrachtung einlädt, statt einfach durchquert zu werden. Anstatt Blumen um ihrer selbst willen zur Schau zu stellen, verdichten die meisten Tempelgärten eine weitläufigere Landschaft, Berge, Flüsse, Inseln und das Meer, in einen kleinen, klar umrahmten Raum.

Mehrere grundlegende Stilrichtungen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Ein Teichgarten (chisen) ist um Wasser herum angelegt, häufig mit einem Weg, der den Teich umrundet, sodass sich die Komposition beim Gehen verändert. Ein Trockengarten (karesansui) ersetzt das Wasser durch geharkten Kies und sorgfältig platzierte Steine und ist eng mit Zen-Tempeln verbunden. Ein Teegarten (roji) ist der schlichte, bemoste Weg, der zum Teehaus führt und darauf ausgelegt ist, den Besucher vor einer Teezusammenkunft zu verlangsamen und zur Ruhe zu bringen.

Beim Betrachten eines Teien empfiehlt es sich, den vorgesehenen Standpunkt zu finden. Viele Gärten sind so angelegt, dass sie von einem festen Punkt aus betrachtet werden sollen, etwa von einem Sitzplatz auf der Veranda eines Tempels, und wirken von dort fast wie ein Gemälde. Das entliehene Panorama (shakkei), bei dem ein ferner Berg oder ein Gehölz jenseits des Gartens in die Komposition einbezogen wird, ist ein beliebtes Gestaltungsmittel, das sich einem langsamen, ruhigen Blick erschließt. Die Etikette ist unkompliziert: Wege und Veranden nicht verlassen, die Stimme dämpfen und weder Moos noch geharkten Kies betreten.

Häufige Fragen

Was ist ein Karesansui oder Trockengarten?
Ein Karesansui ist eine Art japanischer Teien, also ein Tempelgarten, der mit Steinen und geharKtem Kies Wasser und Berge andeutet, in der Regel mit sehr wenig oder ganz ohne echtes Wasser. Dieser Trockenlandschaftsstil ist eng mit Zen-Tempeln verbunden, und der Steingarten von Ryoan-ji in Kyoto zählt zu den bekanntesten Beispielen.
Muss man in Japan Eintritt für einen Tempelgarten zahlen?
Viele Tempel- und Schreinsgärten in Japan verlangen eine kleine gesonderte Eintrittsgebühr von oft einigen hundert Yen, selbst wenn das umliegende Gelände frei zugänglich ist. Es lohnt sich, Münzgeld dabei zu haben, um diese Gärten problemlos besuchen zu können.
Wie betrachtet man einen japanischen Teien am besten?
Den besten Eindruck von einem japanischen Teien, also einem Tempelgarten, gewinnt man, wenn man sich Zeit nimmt und den vom Gestalter vorgesehenen Standpunkt aufsucht, oft einen Sitzplatz auf einer Veranda oder in einem Teeraum. Viele Gärten sind so konzipiert, dass sie im Sitzen wie ein Gemälde wirken, weshalb ruhiges Verweilen mehr lohnt als ein zügiger Durchgang.

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Quellen