Taishō era
Historical periods大正時代 ・ Reading: Taishō jidai
Definition
Die kurze Ära von 1912 bis 1926, die für die Taishō-Demokratie und eine kosmopolitische Stadtkultur bekannt ist. Das Meiji Jingū, eines der meistbesuchten Schreine Japans, wurde in dieser Zeit in Tokio fertiggestellt, und das Erdbeben von 1923 prägte die Hauptstadt nachhaltig.
Ein kurzes modernes Intermezzo
Die Regentschaft Kaiser Taishōs dauerte nur vierzehn Jahre, hinterließ aber eine unverwechselbare Prägung: eine parlamentarische Politik, die als Taishō-Demokratie bekannt ist, Jazzcafés und Kaufhäuser sowie eine romantische Verbindung aus japanischem und westlichem Stil, die noch heute als Taishō roman gefeiert wird. Im religiösen Leben ist das Meiji Jingū das Wahrzeichen dieser Ära, der große bewaldete Schrein, der 1920 in Tokio fertiggestellt wurde, um Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken zu verehren. Sein Wald wurde von Hand mit hunderttausend gespendeten Bäumen bepflanzt.
Das Große Kantō-Erdbeben
Am 1. September 1923 verwüsteten ein gewaltiges Erdbeben und die anschließenden Brände weite Teile von Tokio und Yokohama und forderten über hunderttausend Menschenleben. Historische Tempel und Schreine verbrannten in der ganzen Hauptstadt, und ihr Wiederaufbau brachte etwas Neues: Stahlbetonhallen, die Feuer und Erschütterungen standhalten sollten, ein Ansatz, den viele städtische Tempel nach der nächsten Katastrophe 1945 wiederholten. Gedenkrituale für die Erdbebenopfer werden in Gedenkstätten noch immer begangen, und die Erinnerung an die Katastrophe bleibt Teil von Tokios religiöser Landschaft.
Häufige Fragen
- Warum wurde das Meiji Jingū erbaut?
Um Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken nach ihrem Tod zu verehren. Der Schrein wurde 1920 fertiggestellt, sein Wald aus rund hunderttausend gespendeten Bäumen gepflanzt und wirkt heute, ein Jahrhundert später, vollkommen natürlich.
- Wie veränderte das Erdbeben von 1923 die Tempel in Tokio?
Die Brände nach dem Beben zerstörten viele historische Holzhallen. Beim Wiederaufbau wurde Stahlbetonarchitektur für Tempel eingeführt, und die Gedenkgottesdienste für die Opfer wurden zu einem dauerhaften Bestandteil des religiösen Lebens in Tokio.
- Was ist Taishō roman?
Ein nostalgischer Begriff für die Verbindung japanischer Tradition mit westlicher Mode, Cafés und Gestaltung, die diese Ära prägte. Historische Viertel und Tempelstädte verwenden den Begriff häufig für Straßen, die das Aussehen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bewahrt haben.