Terauke certificate
General寺請証文 ・ Reading: terauke shōmon
Definition
Das Zertifikat, das ein buddhistischer Tempel in der Edo-Zeit ausstellte, um zu bescheinigen, dass die Mitglieder eines Haushalts als Gemeindemitglieder registriert und keine Christen waren. Es diente als alltägliches Ausweisdokument und wurde für Reisen, Heiraten und die Aufnahme einer Beschäftigung benötigt.
Was es bescheinigte
Nachdem das Tokugawa-Shogunat das Christentum verboten hatte, musste sich jeder Haushalt im Rahmen des Danka-Systems bei einem buddhistischen Tempel registrieren lassen, und der Tempel bestätigte diese Registrierung mit dem terauke shōmon, wörtlich einem "Tempelgarantiedokument". Das Zertifikat stellte fest, dass der Inhaber ein ordentliches Gemeindemitglied und damit kein geheimer Christ war. Die Registrierung wurde bei regelmäßigen religiösen Inspektionen (shūmon aratame) überprüft, und die dabei entstandenen Verzeichnisse, in denen jedes Mitglied jedes Haushalts nach Tempel aufgeführt war, dienten zugleich als Volkszählungsunterlagen des Japan der Edo-Zeit.
Warum es von Bedeutung war
Ohne ein terauke-Zertifikat stand das alltägliche Leben still: keine Reisegenehmigungen, keine Heirat in ein anderes Dorf, keine Anstellung in einem angesehenen Haushalt, und sofortiger Verdacht, ein Christ zu sein. Das Dokument verlieh den Tempeln echte Verwaltungsmacht über ihre Gemeindemitglieder, was einer der Gründe dafür war, dass die Danka-Bindung so dauerhaft wurde. Das System wurde zu Beginn der Meiji-Zeit abgeschafft, als ein modernes Personenstandsregister (das koseki) die Tempelregistrierung ersetzte, doch erhaltene Zertifikate und Inspektionsverzeichnisse sind nach wie vor eine wichtige Quelle für Historiker dieser Epoche.
Häufige Fragen
- Wer stellte das terauke-Zertifikat aus?
Der buddhistische Tempel, bei dem ein Haushalt als Danka registriert war. Der Oberpriester bescheinigte, dass die Familienmitglieder Gemeindemitglieder waren und damit nicht dem verbotenen christlichen Glauben angehörten.
- Was geschah, wenn man kein Zertifikat besaß?
Das tägliche Leben wurde unmöglich: Reisegenehmigungen, Heiraten und die Aufnahme einer Beschäftigung erforderten es allesamt, und wer keines besaß, geriet sofort unter Verdacht, ein geheimer Christ zu sein.
- Wann endete das terauke-System?
Zu Beginn der Meiji-Zeit, als das moderne Familienregister koseki die Tempelregistrierung in den frühen 1870er-Jahren ablöste und das Verbot des Christentums selbst 1873 aufgehoben wurde.