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Omamori

Ritual objects

御守 ・ Reading: おまもり

Omamori
Cedric007Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0

Definition

Ein Omamori ist ein Schutzamulett, das in japanischen Schreinen und Tempeln verkauft wird. Es handelt sich meist um ein kleines Brokatabeutelchen, das einen Segen für einen bestimmten Zweck enthält, etwa für Gesundheit, Studium oder eine sichere Reise. Es ist dazu gedacht, ständig bei sich getragen zu werden.

Herkunft

Omamori entwickelten sich aus der älteren Tradition von Schutztalismanen, die von Schreinen und Tempeln verteilt wurden, und verbinden Vorstellungen göttlichen Schutzes aus dem Shinto und dem Buddhismus. Der Segen gilt als im Inneren des Beutels wohnend, weshalb ein Omamori als heiliger Gegenstand behandelt wird und nicht als Souvenir. Die meisten werden an einem Tresen in der Nähe der Haupthalle verkauft, häufig zusammen mit Ema-Tafeln und Papierglückssprüchen.

Worauf man achten sollte

Ein typischer Omamori ist ein kleiner Brokatabeutel, der mit einer Kordel verschlossen ist und auf der Vorderseite den Namen des Schreins oder Tempels sowie die Art des Segens eingestickt trägt. Jede Art hat ihren eigenen Zweck: Verkehrssicherheit, gute Gesundheit, Erfolg beim Studium, sichere Geburt, Liebe oder allgemeines Glück. Öffne den Beutel nicht, denn dem Brauch nach entweicht der Segen dadurch.

Verwendung und Rückgabe

Trage ihn dort, wo er seinem Zweck am besten dient, an einer Tasche, einem Telefon, einem Portemonnaie oder im Auto. Omamori werden in der Regel etwa ein Jahr lang aufbewahrt und dann zu einem Schrein oder Tempel zurückgebracht, häufig zum Neujahr, um sie zurückzugeben und respektvoll zu verbrennen. Man muss ihn nicht an den Ort zurückbringen, an dem man ihn gekauft hat, obwohl viele Menschen das so handhaben.

Häufige Fragen

Was kostet ein Omamori?

Ein Omamori kostet in der Regel zwischen 500 und 1.000 Yen. Der Betrag wird als Opfergabe und nicht als gewöhnlicher Kaufpreis verstanden, und die meisten Schreine und Tempel legen einen festen Betrag fest.

Darf man einen Omamori öffnen?

Nein, man sollte einen Omamori nicht öffnen. Der Beutel enthält einen gesegneten Zettel aus Papier oder Holz, der dem Brauch nach versiegelt bleibt und nicht geöffnet wird; man trägt ihn also so, wie er ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem Omamori und einem Goshuin?

Ein Omamori ist ein Schutzamulett, das man bei sich trägt, während ein Goshuin ein handgemaltes Siegel ist, das in einem speziellen Buch eingetragen wird, um einen Besuch zu vermerken. Das eine ist ein Gegenstand des Schutzes, das andere eine Aufzeichnung der Andacht.

See also

Quellen