Dōtaku
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Definition
Die kunstvollen Bronzeglocken der Yayoi-Zeit, die für rituelle Zwecke und nicht für musikalische gegossen und schließlich in Berghängen vergraben wurden. Sie sind ein zentrales Zeugnis für die landwirtschaftlichen Zeremonien, aus denen die Shinto-Schreinsfeste Japans hervorgingen.
Glocken, die aufhörten zu klingen
Die dōtaku kamen mit der Bronzetechnologie vom Kontinent als kleine, funktionale Glocken nach Japan, doch im Laufe der Yayoi-Jahrhunderte wuchsen sie zu dünnwandigen Zeremonialriesen von bis zu einem Meter Höhe heran, die zu zerbrechlich waren, um angeschlagen zu werden. Ihre Oberflächen tragen einige der ältesten Bilder Japans: Hirsche, Reiher, Libellen, Boote und Menschen, die Reis stampfen oder jagen. Ein Fenster in den Alltag und seine Rituale vor zweitausend Jahren. Die meisten Wissenschaftler bringen sie mit landwirtschaftlichen Riten in Verbindung, bei denen sie zuerst geläutet und später schlicht ausgestellt wurden, um Regen und reiche Ernten zu erbitten.
Das Rätsel der vergrabenen Glocken
Dōtaku werden fast nie in Dörfern oder Gräbern gefunden. Stattdessen wurden sie einzeln oder in Depots auf Berghängen vergraben, von denen aus man auf die Siedlungen blickte, und keine Chronik erinnert sich daran, warum. Vielleicht wurden sie zwischen den Festen der Erde anvertraut oder rituell außer Dienst gestellt, wenn die Macht der Clans wechselte. Der größte Fund, neununddreißig Glocken in Kamo Iwakura in der Präfektur Shimane, liegt in der Nähe des großen Schatzfunds von Schwertern in Kōjindani und deutet auf verschwundene regionale Kulte hin. Prächtige Exemplare sind in den Nationalmuseen Tokio und Kyoto sowie in regionalen Museen nahe den Fundstätten zu sehen.
Häufige Fragen
- Waren dōtaku Musikinstrumente?
Die ältesten und kleinsten Exemplare klangen mit einem inneren Klöppel, doch die späteren zeremoniellen dōtaku wurden so groß und dünnwandig, dass sie nicht mehr angeschlagen werden konnten, und entwickelten sich zu heiligen Objekten, die betrachtet und nicht gehört werden sollten.
- Warum wurden dōtaku vergraben?
Keine schriftliche Überlieferung erklärt es. Zu den Theorien gehören die sichere Verwahrung zwischen den Festen, die Darbringung als Opfer an die Erde und die rituelle Entsorgung bei Veränderungen in Gemeinschaft oder Glauben.
- Wo kann ich dōtaku sehen?
Die Nationalmuseen Tokio und Kyoto zeigen prächtige Exemplare, und die regionalen Museen in der Nähe der bedeutenden Fundstätten in der Präfektur Shimane und der Kansai-Region widmen sich den Glocken und ihrer Welt.