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Kofun period

Historical periods

古墳時代 ・ Reading: Kofun jidai

Definition

Die Epoche von etwa 250 bis 538 n. Chr., benannt nach den enormen schlüssellochförmigen Grabhügeln, die für frühe Herrscher errichtet wurden. In diesen Jahrhunderten formierte sich der Yamato-Hof, und der Klandeitäten-Kult mündete unmittelbar in das frühe Shinto.

Die Epoche auf einen Blick

Ab der Mitte des dritten Jahrhunderts begannen mächtige Häuptlinge, monumentale Grabhügel namens Kofun zu errichten, von denen die größten aus der Vogelperspektive eine Schlüssellochform aufweisen. Der gewaltigste, der Daisen Kofun in Sakai bei Osaka, wird Kaiser Nintoku zugeschrieben und zählt zu den größten Grabstätten der Erde. Die Hügelgruppe Mozu-Furuichi wurde 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Hügel waren von Tonfiguren namens Haniwa umgeben, die als Krieger, Pferde und Häuser geformt waren. In diesen Jahrhunderten dehnte der Yamato-Hof, der Vorfahre der kaiserlichen Linie, seine Macht über weite Teile Japans aus.

Das frühe Shinto nimmt Gestalt an

Jeder mächtige Klan ehrte seine eigene Schutzgottheit, den Ujigami, und das Ansehen des Klans und seines Kami wuchsen gemeinsam. Einige der ältesten Schreine Japans bewahren noch heute Verehrungspraktiken aus dieser Zeit: Am Ōmiwa-Schrein in Nara ist der heilige Gegenstand der Berg selbst, ganz ohne Haupthalle. Die Hügelverehrung, die Klangottheiten und die kaiserlichen Rituale dieser Epoche flossen unmittelbar in die Schreintradtionen ein, die bis heute fortbestehen.

Häufige Fragen

Was ist ein Kofun?

Ein Kofun ist ein Grabhügel, der zwischen dem dritten und sechsten Jahrhundert für einen Herrscher oder Klanführer errichtet wurde. Die größten sind schlüssellochförmig, von Wassergräben umgeben und waren ursprünglich mit Haniwa genannten Tonfiguren gesäumt.

Kann man einen Kofun besichtigen?

Die großen kaiserlichen Grabhügel wie der Daisen Kofun dürfen nicht betreten werden, doch lässt sich ihr Grabenumfang erwandern. Das Gebiet Mozu-Furuichi in Osaka verfügt über Besucherzentren. Viele kleinere Hügel in ganz Japan sind als öffentliche Parks zugänglich.

Welchen Bezug hat die Kofun-Zeit zu Schreinen?

Der Klandeitäten-Kult, auch Ujigami-Glaube genannt, festigte sich in dieser Epoche, und einige der ältesten Schreine wie Ōmiwa in Nara bewahren noch diesen Stil: Sie verehren einen Berg unmittelbar, anstatt den Kami in einem Gebäude unterzubringen.

See also

Quellen