Auf einen Blick
Der Atago-Schrein steht auf dem Atago-yama in Minato, Tokio — mit rund 26 Metern die höchste natürliche Erhebung in den 23 Bezirken der Hauptstadt. Tokugawa Ieyasu ließ den Schrein 1603 gründen, im Jahr seiner Shogunatsgründung, als Schutz gegen Feuer: Vom Gipfel überblickte man die junge Stadt, er diente als Feuerwacht. Hauptgottheit ist Homusubi no Mikoto, Gottheit des Feuers, verehrt neben der Wassergottheit Mizuhanome no Mikoto, der Berggottheit Oyamazumi no Mikoto und Yamato Takeru no Mikoto.
Bekannt ist der Schrein vor allem für die Steintreppe, die mit etwa 40 Grad vom Haupttor aufsteigt — 86 Stufen, die «Treppe des Erfolgs» (出世の石段). Der Name geht auf eine Begebenheit von 1634 zurück: Magaki Heikuro, Samurai der Marugame-Domäne, ritt die Stufen hinauf, um dem Shogun Tokugawa Iemitsu Pflaumenblüten zu bringen, und wurde zum besten Reiter Japans erklärt. Ein Gemälde des Ritts hängt in der Haupthalle.
Auf dem Atago-yama begann auch das Ende des Shogunats, das er schützen sollte: 1860 sammelten sich hier Mito-Rōnin vor dem Sakuradamon-Zwischenfall, der Ermordung Ii Naosukes. Die heutigen Schreinbauten stammen von 1958. Zwei Feste prägen das Jahr — Sennichi Mairi am 23./24. Juni, bei dem der Gang durch einen Binsenring traditionell wie tausend Besuche zählt, und das Jahresfest vom 22. bis 24. September.