Nenbutsu
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Definition
Das Gebet Namu Amida Butsu, das Amida Buddha anruft im Vertrauen auf die Wiedergeburt in seinem Reinen Land. In der Heian-Zeit durch wandernde Heilige verbreitet und in der Kamakura-Zeit zum Herzstück der Jōdo-Schulen gemacht, ist es Japans am weitesten verbreitetes buddhistisches Gebet.
Was die Worte bedeuten
Namu Amida Butsu bedeutet ungefähr "Ich nehme Zuflucht zu Amida Buddha". Amida ist der Buddha des Unendlichen Lichts, der gelobte, alle Wesen zu retten, die ihn anrufen, und sie nach dem Tod in sein Westliches Reines Land aufzunehmen, einen Bereich, in dem Erleuchtung leicht zu erlangen ist. Das Sprechen des nenbutsu ist daher ein Akt des Vertrauens: die Erlösung wird durch Amidas Gelübde getragen, nicht durch die eigene Anstrengung oder das Wissen des Beters.
Von der Praxis der Gelehrten zum Gebet aller
In der Heian-Zeit tanzten Heilige wie Kūya durch die Straßen und sangen das nenbutsu, und Gelehrte lehrten es als Praxis auf dem Sterbebett. Der große Wandel kam in der Kamakura-Zeit: Hōnen lehrte, dass das nenbutsu allein für jedermann genüge, und gründete die Jōdo-Schule. Sein Schüler Shinran führte den Gedanken weiter in dem, was zum Jōdo Shinshū wurde, heute Japans größter buddhistischer Tradition. Man hört das nenbutsu bei Tempelgottesdiensten und Beerdigungen, und man sieht seine sechs Schriftzeichen auf Steindenkmälern entlang alter Pilgerwege eingemeißelt.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Namu Amida Butsu?
Es bedeutet "Ich nehme Zuflucht zu Amida Buddha". Das Rezitieren drückt das Vertrauen aus, dass Amidas Gelübde den Beter zur Wiedergeburt in seinem Reinen Land führen wird, unabhängig von eigenem Wissen oder Verdienst.
- Welche Schulen stellen das nenbutsu in den Mittelpunkt?
Die in der Kamakura-Zeit gegründeten Reines-Land-Schulen: Jōdo-shū (Hōnen), Jōdo Shinshū (Shinran) und Ji-shū (Ippen). Jōdo Shinshū ist heute die größte buddhistische Tradition Japans.
- Wo kann man das nenbutsu hören?
Bei Gottesdiensten und Beerdigungen in Reines-Land-Tempeln, bei Gedenkzeremonien sowie bei volkstümlichen Veranstaltungen wie dem nenbutsu odori. Steindenkmäler mit den eingehauenen sechs Schriftzeichen säumen viele alte Straßen.