Jōmon period
Historical periods縄文時代 ・ Reading: Jōmon jidai
Definition
Die prähistorische Epoche Japans, die ungefähr von 14.000 bis 300 v. Chr. dauerte und nach der schnurverzierte Keramik ihrer Jäger-und-Sammler-Bevölkerung benannt ist. Sie geht Tempeln und Schreinen voraus, doch ihre Tonfiguren und Ritualstätten deuten auf die frühesten Anfänge des religiösen Lebens in Japan hin.
Die Epoche auf einen Blick
Die Jōmon-Zeit erstreckt sich über eine immense Spanne der Vorgeschichte, von etwa 14.000 v. Chr. bis rund 300 v. Chr. Ihre Menschen waren Jäger und Sammler, die dennoch in festen Dörfern lebten und einige der ältesten Keramiken der Welt herstellten. Diese wurden verziert, indem gedrehte Schnüre in den noch feuchten Ton gedrückt wurden. Dieses Schnurmuster, auf Japanisch jōmon, gab der Epoche ihren Namen. Bedeutende Stätten wie Sannai Maruyama in Aomori belegen große Gemeinschaftsgebäude, und die Jōmon-Prähistorischen Stätten Nordjapans wurden 2021 als UNESCO-Welterbe eingetragen.
Warum die Epoche für die spätere Religion bedeutsam ist
Tempel oder Schreine gab es noch nicht, doch die Jōmon-Bevölkerung pflegte eindeutig ein rituelles Leben. Sie fertigte Tonfiguren an, die dogū genannt werden, oft weibliche Figuren, die mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden, und errichtete Steinkreise wie den von Ōyu in Akita. Archäologen erkennen in diesen Praktiken eine frühe Verehrung der Natur und unsichtbarer Kräfte, Themen, die später in der Kami-Verehrung an Schreinen widerhallen. Für Reisende lassen sich Jōmon-Artefakte am besten in Museen in der Nähe der Ausgrabungsstätten erleben, nicht an Kultstätten.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Jōmon?
Jōmon bedeutet Schnurmuster. Die Epoche ist nach ihrer Keramik benannt, die durch das Eindrücken gedrehter Schnüre in den feuchten Ton vor dem Brennen verziert wurde, ein Stil, den Archäologen erstmals im neunzehnten Jahrhundert beschrieben.
- Gibt es religiöse Stätten aus der Jōmon-Zeit?
Es gibt rituelle Stätten anstelle von Schreinen oder Tempeln: Steinkreise wie Ōyu in Akita und unzählige dogū-Tonfiguren deuten auf Zeremonien hin, die mit Fruchtbarkeit und Natur verbunden waren, lange bevor die organisierte Religion Einzug hielt.
- Wo kann ich heute Jōmon-Artefakte sehen?
Die besten Orte sind Museen an den Ausgrabungsstätten, wie Sannai Maruyama in Aomori, sowie das Nationalmuseum Tokio. Die Jōmon-Stätten Nordjapans stehen auf der UNESCO-Welterbeliste.