
Göttin des Reises und Getreides
Ukanomitama ist eine Gottheit der japanischen Mythologie, deren Name einen geheimnisvollen, heiligen Geist bezeichnet, der in der Reispflanze wohnt. Im Kojiki als Ukanomitama-no-Kami und im Nihon Shoki als Ukanomitama-no-Mikoto überliefert, herrscht diese Gottheit über Getreide, Nahrung und Landwirtschaft. Obwohl keiner der alten Texte das Geschlecht eindeutig benennt, gilt sie seit jeher als Göttin.
Ukanomitama wird vor allem als Hauptgottheit des Fushimi Inari Taisha in Kyoto verehrt, dem Hauptheiligtum aller Inari-Schreine Japans. Unter dem Namen Inari oder O-Inari-san ist sie fest mit dem Reisanbau, der Ernte und weltlichem Wohlstand verbunden. Ihre Rolle als zentrale Gottheit des Inari-Kultes ist in schriftlichen Quellen seit der Muromachi-Zeit belegt, während sie am Ise-Großschrein bereits früher als Mikura-no-Kami, göttliche Hüterin der kaiserlichen Kornkammer, verehrt wurde.
Der Fuchs gilt als heiliger Bote der Inari-Verehrung und ist zum ikonischen Symbol der ihr gewidmeten Schreine geworden. Mit der Zeit hat sich Ukanomitamas Wirkungsbereich über die Landwirtschaft hinaus auf Handel, Gewerbe und allgemeines Glück ausgedehnt, was die sich wandelnden Bedürfnisse ihrer Anhänger durch die japanische Geschichte widerspiegelt.
2 Orte