
Kaiserin und Philanthropin
Kaiserin Shōken, 1849 als Masako Ichijō geboren, war die Gemahlin von Kaiser Meiji und eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Modernisierungsepoche Japans. Sie förderte engagiert die Bildung von Frauen, damit japanische Adlige auf Augenhöhe mit europäischen Aristokraten auftreten konnten, und setzte sich zeitlebens für die Förderung einheimischer Industrie und das Sozialwesen ein.
Sie war Mitgründerin der japanischen Rotkreuzgesellschaft und erlangte durch ihre Wohltätigkeitsarbeit während des Ersten Chinesisch-Japanischen Krieges breite Anerkennung. Als Kaiserin war sie die erste in der japanischen Geschichte, die bei offiziellen Anlässen westliche Kleidung trug, und symbolisierte damit Japans Öffnung zur modernen Welt.
Nach dem Tod von Kaiser Meiji übernahm sie den Titel der Kaiserinwitwe und wurde weiterhin als Symbol der Güte und der modernen Weiblichkeit verehrt. Sie starb 1914 im Alter von vierundsechzig Jahren und hinterließ ein Erbe der Menschlichkeit und des öffentlichen Dienstes, das eng mit der Meiji-Zeit verbunden ist.
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