
Gott der Stürme und des Meeres
Susanoo-no-Mikoto ist eine der bedeutendsten Gottheiten der japanischen Mythologie und in grundlegenden Werken wie dem Kojiki und dem Nihon Shoki überliefert. Als jüngerer Bruder der Sonnengöttin Amaterasu ist er eine vielschichtige Gestalt, die mit dem Meer und Stürmen verbunden ist, aber auch im Zusammenhang mit Ernte und Landwirtschaft verehrt wird.
Sein mythologischer Charakter ist von Widersprüchen geprägt: Mal erscheint er als wilder, ungestümer Gott, dessen Handlungen göttliche Konflikte auslösten, mal als Held, der die furchteinflößende achtköpfige Schlange Yamata no Orochi besiegte. Seine Legenden sind besonders mit der Region Izumo im Westen Japans verbunden, wo lokale Überlieferungen viele Geschichten über ihn und seine Nachkommen bewahrt haben.
Mit der Einführung des Buddhismus in Japan brachte der synkretistische Gion-Kult Susanoo in Verbindung mit Seuchen- und Krankheitsgottheiten. Er bleibt eine zentrale Figur im shintōistischen Pantheon, und bedeutende ihm geweihte Schreine ziehen Gläubige an, die Schutz vor Stürmen, Krankheiten und dem Bösen suchen.
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