
Gründer des Buddhismus
Shakyamuni Buddha, geboren als Siddhartha Gautama, war ein wandernder Asket und spiritueller Lehrer, der im 6. oder 5. Jahrhundert v. Chr. in den östlichen Indo-Gangetischen Ebenen lebte. Als Sohn einer königlichen Familie des Shakya-Clans in Lumbini — im heutigen Nepal — entsagte er seinem privilegierten Leben, um die Befreiung vom Leiden zu suchen, und erlangte schließlich die Erleuchtung in Bodh Gaya im heutigen Bihar, Indien. Er gilt als Gründer des Buddhismus und wird in allen seinen Traditionen weltweit verehrt.
Nach seiner Erwachung verbrachte der Buddha Jahrzehnte damit, zu reisen und zu lehren, und versammelte eine Gemeinschaft aus Mönchen, Nonnen und Laien um sich — die sogenannte Sangha. Seine Kernlehren sind in den Vier Edlen Wahrheiten und dem Achtfachen Pfad zusammengefasst, einem praktischen Leitfaden, der ethisches Handeln, Geistesschulung und Weisheit als Weg zur Befreiung betont. Diese Lehren wurden später im Vinaya Piṭaka und im Sūtra Piṭaka schriftlich festgehalten.
Im japanischen Buddhismus wird Shakyamuni — bekannt als Shaka — als der historische Buddha und höchste Lehrer des Dharma verehrt. Seine heiligen Reliquien, die sogenannten Busshari, sind in zahlreichen Tempeln Japans enshrined und gelten bis heute als wichtige Verehrungsobjekte. Seine Lehren gaben Anlass zu verschiedenen Traditionen wie Theravāda, Mahāyāna und Vajrayāna, die sich über ganz Asien und schließlich die ganze Welt verbreiteten.
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