
Buddha, Gründer des Buddhismus
Shaka Nyorai ist der japanische Name für den Buddha Shakyamuni — Siddhartha Gautama — der als Nyorai (Tathāgata) verehrt wird, der höchsten Stufe erleuchteter Wesen in der buddhistischen Kosmologie. Als Sohn einer königlichen Familie des Shakya-Clans im heutigen Nepal geboren, entsagte er seinem privilegierten Leben und erlangte in Bodh Gaya die Erleuchtung. Seine Lehre, die auf den Vier Edlen Wahrheiten und dem Achtfachen Pfad beruht, begründete den Buddhismus als Weltreligion.
Im japanischen Buddhismus genießt Shaka Nyorai tiefe Verehrung und ist in unzähligen Tempeln des Landes präsent. Sein Bildnis — häufig in meditativer Haltung auf einem Lotusthron sitzend — dient als Hauptikone vieler Zen- und Tendai-Tempel. In Stätten wie dem Tōdai-ji und dem Hōryū-ji befinden sich berühmte Statuen, die zu den bedeutendsten Kulturschätzen Japans zählen.
Seine Kernlehre vom Mittleren Weg zwischen Askese und Genuss führt die Praktizierenden durch Weisheit und ethisches Verhalten zur Überwindung des Leidens. Im Mahāyāna-Kontext wird er zudem mit dem Lotus-Sutra in Verbindung gebracht, das ihn als zeitlosen kosmischen Buddha darstellt, dessen Mitgefühl allen fühlenden Wesen gilt.
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