
Gott des Donners und des Blitzes
Raijin ist die japanische Gottheit des Blitzes, des Donners und der Stürme, die sowohl in der Shinto-Tradition als auch im Buddhismus verehrt wird. Er trägt mehrere Namen, darunter Kaminari-sama und Narukami, die die vielfältigen Aspekte seiner Macht über den Himmel widerspiegeln. Seine Ikonografie ist in Tempeln und Schreinen ganz Japans weit verbreitet.
In künstlerischen Darstellungen erscheint Raijin typischerweise als eine wilde, zornige Gestalt, die auf einer Wolke steht und auf einen Ring von Taiko-Trommeln einschlägt, die mit Tomoe-Symbolen verziert sind. Sein intensiver Gesichtsausdruck und seine dynamische Haltung vermitteln die rohe, furchterregende Energie des Sturms. Er ist eng mit dem Windgott Fūjin verbunden, und beide werden häufig gemeinsam in Tempelskulpturen und Gemälden dargestellt.
Raijin soll außerdem von seinem Sohn Raitarō, selbst eine Donnergottheit, sowie von dem mythischen Wesen Raijū begleitet werden. Der Sturm-Kami Susanoo-no-Mikoto gilt als göttlicher Verwandter, was Raijins Stellung innerhalb der Sturmgottheiten der japanischen Mythologie weiter festigt.
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